Traumjob

Während meines Praktikum in einer Landesgeschäftsstelle einer Partei habe ich wohl meinen Traumjob gefunden. Mir würde keine Berufsbezeichnung dafür einfallen, aber es ließe sich wohl mit »In-House-Mini-Agentur« (auch wenn ich das Wort für ekelhaftes BWLerisch halte) umschreiben.

Ich liebe es (kleine bis mittelgroße) Gestaltungs- und Programmieraufgaben, egal ob Flyer, Broschüren, Webseiten, Tools oder sogar kleine Kampagnen zu machen. Nichts wurmt mich mehr als einem riesigen, unüberblickbaren Mammutprojekt gegenüber zu sitzen und ohne ein Ende zu sehen. Deshalb verzichte ich zum Beispiel dankend auf Jobangebote von Startups oder Anfragen für solche Projekte.

Jedoch möchte ich noch ein kleine Einschränkung hinzufügen: Ich brauche meine Freiräume. Noch mehr als Unübersichlichkeit in einem Projekt stört mich Arbeit/Zwang nach Plan. Ich interpretiere lieber eine Corporate Identity passend zum Medium, als verkopft etwas umsetzen, das sich irgendwer ausgedacht und in 10 PDF-Seiten gerotzt hat, dabei aber 98% aller realen Anwendungsfälle nicht bedacht hat. Web ist nicht Print. Print ist nicht Web. Aber eins ist sicher: Solange ein Werk nicht perfekt ist, bin ich nicht fertig. Ein ständiger Prozess.

Wie ich zum Glück festgestellt habe, ist diese Tätigkeit (zumindest bei einer Landespartei in Nicht-Wahlkampfzeit) nicht vollzeitausfüllend. Wieso zum Glück? Abwechselung! Ich würde mein Tun gerne noch mit einem inhaltlichen Part ergänzen. Irgendwas mit Internet, Netzpolitik oder Verkehr/Mobilität. Im Zweifel auch Social Media.

Vielleicht findet sich eine Partei, NGO, ein Verband oder eine Firma, die für mich dieses Angebot machen kann. Würde mich freuen.

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