Fazit: PolitCamp 2010, Berlin

Am letzten Wochenende (20./21. März 2010) fand im Berliner „Radialsystem V“ das zweite PolitCamp statt. Hier meine Eindrücke in Kurzform notiert:

  • Die Location ist schön zentral und damit erreichbar. Auch die Atmosphäre ist sehr angenehm. Jedoch wie in meinem Tweet angedeutet sollte das Essen stark verbessert werden.
  • Das WLAN war eine Katastrophe. Das Anfang nicht kommuniziert wurde, dass man eine Keycard benötigt, ist weniger schlimm, jedoch die Geschwindigkeit war nicht erträglich.
  • Allgemein kann man festhalten: Die Diskussionspanels sind totaler Mist und eine reine Warmluftbläserei.
  • Aber die „freien“ Sessions waren dennoch sehr spannend, denn neben Tools wurden auch nackte Zahlen aus den Online-Wahlkämpfen des letzten Jahr präsentiert. Erkenntnis: Online-Wahlkampf funktioniert nur mit (inhaltlicher & strategischer) Einbindung in den „Offline“-Wahlkampf.
  • Negativ aufgefallen sind mir A.) die Piraten, die jede Möglichkeit missbrauchten populistischen Wahlkampf zu machen, B.) die FDP die alles schon vorher besser wusste und jeher die Internet-Partei sei und C.) Leute die sich lautstark beschweren das sie selber nicht auf einem Panel sitzen.
  • Das PolitCamp ist eine Kontaktmesse. Dies traf nicht negativ ausgelegt werden, denn dass ist die einzige Berechtigung dieses Camps, denn ist immer Interessant zu sehen wer netzpolitisch aktiv ist und wer an neuen Werkzeugen arbeitet.
  • Nächste Jahr bin ich auch wieder dabei und hoffe stark, dass der Vorschlag von Matthias Groote das PolitCamp in Brüssel stattfinden zu lassen, weil auf EU-Ebene hauptsächlich Netzpolitik gemacht wird, angenommen wird.

Eine Reaktion

  1. Ich habe das PolitCamp nicht so empfunden. Zudem sehe ich das Camp ganz und gar nicht als Kontaktmesse. Damit würde man dem Konzept auch nichts Gutes tun. Es ist wesentlich mehr zum Glück, denn wir sind noch am Anfang. Ein Camp in Brüssel wäre sicher sehr interessant, würde aber wegen des weiten Weges nicht ein PolitCamp ersetzen.

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