Ende einer Phase

Heute war der außerordentliche Bundesparteitag der SPD, wo Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten gewählt wurde, in Hannover. Das war zu gleich auch mein erster Parteitag als Nicht-Mitglied. Ich bin vor einigen Wochen ausgetreten.

Ankündigungen gab es zuhauf. Regelrecht zum Deppen habe ich mich gehabt und zu gleich wurde es zum Running Gag. Ich habe nach vielen Strohhalmen gegriffen, immer mit der Hoffnung jetzt kommt der Impuls, der alles anders macht. Es wurde nie anders.

Ich bin es Leid Informationen nachzurennen, Hilfe anzubieten, die nicht genommen wird und es dann nicht funktioniert. Ich bin es Leid mich überall selbst einladen zu müssen, weil man es nicht für nötig hält, sich zu öffnen. Ich bin es Leid mich aufdrängen zu müssen, damit es funktioniert. Ich bin es einfach Leid.

Vielleicht habe ich die Partei falsch verstanden, vielleicht bin wirklich der Störenfried, für den mich alle halten oder es ist einfach eine ekelhafte Mischung aus Eitelkeit, Können und Bedürfnis nach Gebraucht werden, die unmöglich befriedigt werden kann. Ich weiß es nicht. Eigentlich will es nicht wissen. Bin es einfach Leid.

Ich bin ausgetreten aus der SPD, obwohl der einzige legitime Austrittsgrund der Tod sei, sagt man sich. Tot bin ich nicht, aber ausgetreten bin ich trotzdem. Selten so lebendig gefühlt.

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