Berlin

Seit 10 Tagen lebe ich schon Berlin. Friedrichshain ganz genau. 52m², großes Bad, dafür noch mit leerer Küche und keinem Bett. Meine Füße sind kurz vor’m abfallen. Ich möchte Möbelhäuser und Baumärkte für die nächste Zeit nicht mehr von innen sehen. Und als Begrüßungsgeschenk hat mir das Berliner Einwohnermeldeamt auch noch meinen Personalausweis eingezogen. Es ist schön hier.

Morgen ist mein erster Arbeitstag bei ressourcenmangel. In meinem Arbeitsvertrag steht »Junior Developer«. Mich wird viel erwarten, z.B. Typo3 und Ruby. Auch viele noch unbekannte Dinge. Und ein Mac. Als eingefleischter Windows-Nutzer eine interessante Herausforderung. Aber mehr als der Mac plagt mich die Sorge, die ganzen Erwartungen, die an mich gestellt werden, nicht erfüllen können. Mal schauen wie es laufen wird.

Berlin ist für mich was Besonderes. Ich weiß nicht ob ich diese Stadt hassen oder lieben soll. Es auch Hauptstadt für die digitale Elite und das digitale Moloch. In dieser luft- und blickdichten Filterbubble wollte ich nie sein und doch fallen ich in sie immer tiefer. Anderseits die Möglichkeiten die diese Stadt bietet. Die vielen nette Leute und Freunde, die hier (mittlerweile) leben. Und der ÖPNV.

Vielleicht ist diese Stadt wirklich das Beste für mich, wie viele sagen. Die beste Stadt für jemanden, der innerlich einen einzigen Konflikt austrägt. Keine Ahnung. Mal schauen. Erstmal bin ich hier angekommen. In Berlin.

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